18.11.2023 Proberaumkonzert (Köln)
Endlich ein Auftritt. Nach langem Suchen hat sich tatsächlich doch mal eine Gelegenheit ergeben. Über einen Freund ist der Kontakt zu Jannis entstanden. Jannis organisiert, zusammen mit Fritz, immer wieder Proberaum Konzerte. Lustigerweise stellte sich heraus, dass Leon und Jannis sich auch schon kannten, aber das ist eine andere Geschichte.
Leon hat Amp, Koffer mit Mischer, Laptop und Kabeln und eine Tasche mit weiterem Equipment, auf einer faltbaren Sackkarre zusammengeschnürt. Sebastian hat einen Rucksack und eine Tasche mit den wichtigsten Sachen am Drum Set und wir testen die ÖPNV Mobilität im Bandkontext. Klappt erstmal ganz gut, solange genug Zeit ist. Leons Wägelchen muss ohne Eile befördert werden, um den Elchtest zu bestehen.


Die Location ist mega. Ein altes Gebäude, das renoviert werden soll und bis dahin Kunstschaffenden auf Zeit, dafür aber recht günstig, vermietet wird. Der Keller, umgestaltet zu Studio und Proberaum, wird heute von uns, Solokünstler*innen und weiteren Bands bespielt.
Aufbau und Soundcheck laufen Prima. Die Acts, die vor uns auftreten, sind super. Direkt vor uns spielt STRESS, eine punkige Kölner Band mit Baden Württembergischen Migrationshintergrund, wie dem Lied „Nix wie raus“ zu entnehmen ist. „Ich halts nicht aus in Baden Württemberg. Ich halts nicht aus, ich muss hier raus.“
Dann kommen wir.
Kurzer Umbau, unser Intro donnert los, Sebastian gibt alles an den Drums, Leon setzt leidenschaftlich ein und ist nicht zu hören.
Sein Mikro wurde für Stress umgesteckt und nicht wieder zurück. Also haben wir den Song abgebrochen, umgesteckt und von vorne angefangen. Das war der Beginn einer Tournee, der abgebrochenen ersten Lieder.
Zum Glück war die Atmosphäre so schön, entspannt und supportive, dass wir, ohne mega nervös zu werden und den musikalischen Karren gegen die Wand zu fahren, weiter machen konnten. Alle haben mit gemacht, und danach lief dann auch alles gut.
Seit dem Auftritt fehlt ein kleines Mikrofonstativ, dass erst im Proberaum geblieben ist und seit der Auflösung irgendwo in Kalk in einem Keller vergraben wurde. Das die Location irgendwann tatsächlich aufgelöst wurde, ist mega schade. Wir hätten gerne noch mal dort gespielt und waren auch mehrfach als Gäste da.
Danke für den schönen Einstieg in unsere Kölner Bühnenerfahrung.
