14.06.2025 Hochschultage (Fulda)

14.06.2025 Hochschultage (Fulda)

Heute fahren wir nach Fulda. Wir fahren nicht, wie ursprünglich geplant, um 11 Uhr los, sondern gegen 13 Uhr. Uns ist noch rechtzeitig klar geworden, dass wir erst um 00:00 Uhr Soundcheck haben und wir einen ganz schön langen Tag haben werden, wenn wir noch früher los fahren.

Da wir in Fulda unser längstes, jemals gespieltes Set spielen werden, haben wir BONINA dabei, mit der es das Feature: „BREAK THE CYCLE“ gibt. Eine Single, die für den Sampler „FOTT DOMET – Ganz Köln gegen Nazis“ entstanden ist.

Zu dritt steigen wir also ins vollgepackte und von der Sonne vorgeheizte Auto.

Der Verkehr ist entspannt, wir sind es auch. Auf der Fahrt unterhalten wir uns über Karaoke Songs und legen eine kleine, gesangliche Jamsession hin. Gegen 16:30 Uhr kommen wir in einem schönen, kleinen Ort namens „Bernhards“ an, wo wir diese Nacht unterkommen werden (bzw. den Morgen, nach unserem Gig), laden unsere Schlafsachen aus und fahren zum Campus.

Wir werden herzlich empfangen, bekommen alles gezeigt und erklärt und fühlen uns direkt wohl. Über die Feuertreppe erreichen wir einen Raum, in dem es Catering, gekühlte Getränke und etwas Ruhe gibt. So richtig ruhig ist es aber nicht, es gibt nämlich eine Band Bühne und mehrere DJ Bühnen. Außerdem gibt es jede MengeStände für Essen, Trinken, Henna Tattoos, Glitzer, Amnesty, Football, Hochschul-Fachbereiche und Kaffee. Hinter der Bühne gibt es auch noch einen Bandraum, indem es ruhiger ist und auch Getränke gibt. (Wichtige Anmerkung: Es gab dieses mal keine Trauben)

Dann ist auch direkt Soundcheck. Doch nicht um Mitternacht, sondern vorgezogen, gut das wir schon da sind. Danach räumen wir alles wieder ins Auto, das ziemlich direkt hinter der Bühne steht.

Mit noch 5,5 Stunden Zeit im Gepäck schlendern wir über das Gelände und beglitzern uns die Gesichter. Beim Abendessen treffen wir die netten Asta Leute und unterhalten uns über die nette Security.

Vor uns spielen zwei Bands. „FLIMMER“, die richtig nice Indie Mucke machen und „DIRTY MIND“, eine Cover Band, bei denen die Crowd so richtig ausgerastet ist.

Bis wir um 00:30 Uhr anfangen verläuft sich diese angeheizte Crowd leider ein wenig, aber das hatten wir um die Uhrzeit auch nicht wirklich anders erwartet. Es ist immerhin nicht nur unser längster, sondern auch unser spätester Gig aller Zeiten, und dann auch noch fern ab von unserer Fanbase.

Kurz bevor wir loslegen, bekommen wir von dem mega fürsorglichen Asta Team noch stilles, gekühltes Wasser auf die Bühne gebracht, was bei den, noch immer hohen Temperaturen einfach der Hammer ist. Sebastian kommt dann aber nicht nur wegen des Wetters ins Schwitzen, sondern auch wegen des Schlagzeug Hockers, der so kaputt ist, dass er hin und her eiert und zu einem Balanceakt hinter den Drums führt.

Wir starten mit bester Laune in unser Set und können auch keine größeren technischen Ausfälle verzeichnen. Das Publikum ist auch super. Es gibt zwar mehrfach den Moment, dass wir denken, es wird leerer, doch auf die Frage „FULDA SEID IHR NOCH DA?“ jubeln bis in die ferne Dunkelheit noch Leute, die bereitwillig der Aufforderung folgen, alle ein Stück nach vorne zu kommen. Plötzlich ist es wieder voll vor der Bühne. Es entsteht ein total schöner Vibe mit mehreren Freund*innen Gruppen, die zusammen tanzen und unsere Songs, die sie vermutlich noch nie gehört haben, mitsingen.

Der Gastauftritt von BONINA kam ca. nach dem halben Set. Die Leute rasten komplett aus und sind einer Meinung wenn BONINA ruft „FULDA GEGEN NAZIS“. Nach dem Song wird Leon zu Gemüse erklärt „Du bist Salat“ ruft eine Frau aus dem Publikum, aber das war irgendwie ein Missverständnis. Leider hat sich das auch nicht auflösen lassen, wir hätten zu gerne gewusst welches Wort wir hier nicht richtig verstanden haben. Aber durch Tonfall und Gestik sind wir uns auch so sicher: Wir sind der beste Salat, den es musikalisch geben kann.

Obwohl uns hier niemand kennt, bleiben mega viele Leute bis zum bitteren Ende, um 2:00 Uhr, bei uns und feiern zusammen das Leben und die Musik.

Zum krönenden Abschluss bekommt Leon, nach dem Abbau, den aller letzten Schnitzelweck des Festivals und wir gehen noch bis kurz vor drei in der Drum & Bass Höhle raven.

Fulda war einfach alles in allem eine wunderschöne Wochenends-Tour.

02.05.2025 Blue Shell (Köln)

02.05.2025 Blue Shell (Köln)

Wir rechnen bei der letzten Probe vor dem Gig schon nicht mehr damit, dass wir weiter kommen. Laut Veranstalter des Wettbewerbs werden im Stadtfinale oft mehr Fans mobilisiert und so viele Fans haben wir einfach nicht 😀 Wir haben uns also entschieden ein bisschen auf den Wettbewerb zu pfeifen, einfach Spaß zu haben und nehmen einen Song mit ins Set, den wir noch nicht so gut können, und bei dem die Chancen 50/50 stehen, dass Sebastian das Intro auf den Drums verhaut. Damit sind es heute zwei Songs, die wir zum ersten mal live spielen.

Als wir am Blue Shell ankommen ist es, je nach dem wer gefragt wird, schön, oder unerträglich warm. Die Nachmittagssonne brennt erbarmungslos auf den Beton vor dem Eingang. Wir sind zum zweiten mal hier, kennen die Location, die Veranstalterin vom Blue Shell und eine der anderen Bands, das schafft etwas Vertrautes. Die Artists, die wir noch nicht kennen sind alle sympathisch und der Aufbau und Soundcheck verlaufen entspannt. Als die Zeit knapp wird und der Einlass ansteht, herrscht doch kurz angespannte Stimmung, aber die erste Band kann trotzdem pünktlich starten.

Als wir nach dem zweiten Act auf der Bühne für unsere Show aufbauen ist der Raum gut gefüllt und wir sind überrascht, wie viele bekannte Gesichter im Publikum zu finden sind. Wir haben nicht mit so viel Support gerechnet und freuen uns mega, dass so viele Leute da sind. Die Stimmung ist super und obwohl der Raum ziemlich warm ist, haben wir definitiv den ersten Gig dieses Jahr, bei dem es draußen wärmer ist als drinnen. Beim Line Check scheint alles zu passen. Zuversichtlich und halbwegs entspannt starten wir mit einem rockingen Intro. Wäre auch zu schön gewesen. Das Signal von unserem In Ear Mix ist übersteuert und viel zu Laut. Beim Line Check hat es noch gepasst. Wir wissen nicht woran das liegt, aber nach ein zwei kleinen Anpassungen an unserem Mixer hatten wir dank der Mischerin des Abends einen super Sound.

Direkt als zweites spielen wir „Drawing Circles“, den Song, bei dem Sebastian die 50/50 Chance hat das Intro zu verhauen und das hat er dann auch mit voller Überzeugung gemacht. Der Rest des Songs hat aber mega Spaß gemacht. Vor „Broken Wings“, dem anderen Song, den wir zum ersten Mal live spielen, hat Leon etwas Angst. Der Song hat einen ruhigen Part in dem das Publikum mitsingen soll. Zum Glück haben das alle auch lauthals gemacht und der Moment war, zumindest für uns, super schön. Generell war es ein sehr schönes Konzert. (Oder, wenn man auf unseren Fan No. 1 hört: „MEGA GEILOOO“)

Nach dem Konzert sind wir beide froh, dass wir jeweils eine zweite Hose und ein zweites T-Shirt dabei haben. Alles ist klatsch nass geschwitzt. In frischen Klamotten gehen wir nach unserem Auftritt erstmal raus zum abkühlen. Leider ist es nicht wirklich kühler, aber die Luft ist etwas besser.

Die Acts nach uns machen genauso viel Spaß, wie die vor uns und besonders LENAXWLR und DEATHROW DELTA stechen aus dem rockigen Rest heraus. Letztere, da sie beides spielen: Country und Western und einen Mundharmonica Gürtel und eine Cigar-Box-Gitarre dabei haben.

Nachdem der dritte und zweite Platz verkündet sind, machen wir uns keine Hoffnung mehr und werden positiv überrascht.

WIR SIND ERSTER!

Wir sind überglücklich, dass dieser schöne Abend auch noch so eine unerwartete Wendung nimmt und wir weiter sind im Regiofinale.

Wir sehen uns im MTC ✌🏼🤘🏼

Zum Abschluss bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass es beim Catering nicht nur keine Trauben gab (Sebastian war herbe enttäuscht, da hier eine lange Tradition gebrochen wurde), sondern gar nichts außer Wasser und Bier 😀

28.03.2025 Basement 105 (Hürth)

28.03.2025 Basement 105 (Hürth)

Am Proberaum in Köln-Mülheim treffen sich Sebastian, der da eh ums Eck wohnt und Relationship Advice zum Einladen. Das ist der erste Gig mit den vier Jungs, bei denen wir im Proberaum untergekommen sind. Nach dem Laden sammeln sie, auf dem Weg nach Hürth, noch Leon ein und kommen früh und tiefenentspannt am JuZe aka Basement 105 an. Tylee and the Gang, unsere Lieblings-Chaos-Punk-Truppe, ist auch gerade am eintrudeln. Da wir die Gang auch schon kennen, verspricht das ein richtig gemütlicher, familiärer Abend zu werden.

Das Basement 105 überrascht uns mit einer richtig neu wirkenden Bühne die einen Teppichboden hat. („Da traut man sich ja garnicht Bier drauf zu kotzen“) Unser Backstage ist der Trainingsraum vom JuZe, es können also alle noch eine Runde pumpen, bevor es losgeht. Wir werden mit Kaffee, Chili sin Carne und (schon wieder) Trauben verwöhnt. Sebastian hat angekündigt, dass ab sofort Trauben auf Grund von Gewohnheitsrecht ein Muss sind und im Tec-Rider vermerkt werden sollen.

Dank Patrick und Matthias haben wir einen angenehmen Soundcheck, guten Sound und gutes Licht an dem Abend. Für Abwechslung in unserem Set sorgt „Egon“, ein Flamingo-Hut auf Leons Kopf, zusammen mit Jannik von Relationship Advice, der eine der Strophen gesungen hat.

Als unser Auftritt zu Ende ist und wir aus dem Backstage kommen, um dem Konzert von Tylee and the Gang zu lauschen, erfahren wir zum ersten Mal von Fangirls, die jedoch nur kurz die Fangirligkeit gestehen und dann wieder im Publikum untertauchen.

Die beiden anderen Bands hatten sichtbar eine Gute Zeit auf der Bühne und wir vom Publikum aus mit ihnen. Eine Lobende Erwähnung an der Stelle für den Song „Pommes Schranke“.

Eine schöne Bewertung unseres Auftritts kam von einem Gangmitglied der Tylees: „Euer Auftritt war wie eine perfekt gerade Koksline“

22.03.2025 Neffelrock (Müddersheim)

22.03.2025 Neffelrock (Müddersheim)

Wir rollen, mit dem Oldtimer Mercedes von Sebastians Onkel, aus Köln. Wir sind früh dran und genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Es ist fast kein Verkehr auf den Straßen zwischen Köln und Müddersheim und viel zu früh halten wir, noch vor dem Ortsschild, an einem Gebäude, auf dem „Dorfgemeinschaftshaus“ steht. Neben dem Dorfgemeinschaftshaus, dass von außen die Anmutung von einem Vereinsheim hat, ist ein großer Spielplatz. Irgendwo muss es hier einen Neffelbach geben, aber der ist weder zu sehen, noch zu hören.

Vor dem Eingang stehen zwei und rauchen. Wir werden freundlich begrüßt und einer der beiden zeigt uns die Location. Ein kleiner Eingangsbereich, rechts eine Türe ins Backstage, links geht es in den Veranstaltungsraum. Dort ist der Aufbau im Gange und einige Menschen tragen Technik hin und her. Der Saal sieht so aus, wie man ihn sich von außen vorstellt: Kalter Steinboden, einige Stehtische und ein paar Bierbänke. Aber es ist nicht ungemütlich. Durch die Fenster unter der mit Holz verkleideten Decke dringt etwas Licht in den Raum. In der Mitte steht ein Mischpult, an dem Harald, der Mischer des Abends erste Vorbereitungen trifft. Jemand bereitet die Bartheke vor. Unsere Führung geht weiter ins Backstage. Wir treten in einen gemütlichen kleinen Schankraum mit Holztischen und Stühlen, die bestimmt seit 100 Jahren hier stehen. Eine kleine Bartheke mit Kühlschränken rundet das Bild ab. Das Catering ist schon da und bietet zwei Töpfe mit leckeren Suppen und einen Snacktisch, der sich sehen lassen kann. Es gibt sogar Trauben. Leon war ganz hin und weg von der „Gesundsuppe“, wie er sie heute noch schwärmerisch nennt. Den Rest der Woche kann er sich jetzt mit gutem Gewissen von Fastfood ernähren.

Da wir noch Zeit bis zu unserem Soundcheck haben, gehen wir eine Runde durch Müddersheim. An der ersten Ecke sitzt ein Halbstarker auf einem „Motorrad“, das nicht größer als ein Bobby Car ist und schaut uns argwöhnisch oder neugierig an, schwer zu beurteilen. Dann dreht er sich um und fährt mit einem Rasenmäher Sound in die nächste Querstraße. Auf unserem Spaziergang sehen wir eine Kneipe und eine der zwei Busshaltestellen des Ortes. Auch an einer Kirche und einem Friedhof kommen wir vorbei. Viel mehr scheint es nicht zu geben. Die Gehwege bestehen aus Kies mit Schlaglöchern. Am Dorfrand angekommen laufen wir über einen Feldweg zurück zum Dorfgemeinschaftshaus, vorbei an einem Landwirtschaftlichen Betrieb. Es riecht nach Frühling.

Zurück am Dorfgemeinschaftshaus zeichnet sich bereits eine ordentliche Verzögerung ab. Harald scheint alleine für den Technik Aufbau verantwortlich zu sein und erzählt später, dass er eigentlich Unterstützung haben sollte, die aber ausgefallen ist. Zusätzlich musste er wegen einem Defekt kurzfristig auf ein anderes Mischpult wechseln. Wir entspannen also noch, unterhalten uns mit dem Veranstalter Alex, einem der Helfer, Artur und den anderen Bands bis wir dann, zwei Minuten vor Einlass dran sind mit Soundcheck. Da wir von den Auftritten davor einen Linecheck gewohnt waren, konnten wir den Sound Check recht zügig über die Bühne bringen und waren bereit, den Abend musikalisch zu eröffnen.

Alex hat uns angekündigt und das Publikum, das sich an einer unsichtbaren Linie ca. 7 Meter von der Bühne entfernt versammelt hat näher gebeten. Niemand hat sich auch nur einen Zentimeter bewegt. Nicht mal unsere beiden Fans, die sich von Köln nach Müddersheim gewagt haben.

Mit einem rockigen Intro, viel Karacho und ausnahmsweise technischer Makellosigkeit brettern wir in die Dorfidylle. Nach dem ersten Song können wir die Massen dazu bewegen doch ein paar Schritte näher zu kommen. Einige der Anwesenden tragen kurzerhand die Stehtische weiter nach vorne 😀 Der Saal ist bis hinten gefüllt. Vorwiegend mit Rockern mittleren Alters, aber doch insgesamt sehr durchmischt. Ein paar der Leute können wir schon beim ersten Song zum leichten Nicken bewegen. Nach dem zweiten Song hat es die Crowd nach Aufforderung bis zur Lichtkante einen Meter vor der Bühne geschafft und ab da tanzen sogar vereinzelt Leute, zusätzlich zum nicken.

Der Auftritt hat mega Spaß gemacht und war einer der besten bis jetzt. Alex hat gesagt, er hatte bis jetzt noch keine Opening Band, bei der die Stimmung schon so gut war.

Beim Rückladen unserer Sachen in das Auto von Sebastians Onkel lernen wir dessen Nachbarin kennen, sie erkennt das Auto wieder: „Dat sin isch doch emmer vum Balkung beim Rauchen“ NRW ist eben auch ein Dorf.

21.02.2025 RPZ (Bonn)

21.02.2025 RPZ (BONN)

Zweite Runde in Bonn. Wir haben ein neues Set, nur ein Song wird von uns beim T2M doppelt gespielt. Da wir als erste Band mit Drums auftreten, bekommen wir sogar einen ganzen Sound Check und es scheint dieses mal sicher zu sein, dass alles passt. Die Band vor uns ist mega: Gitarre, Gesang, Cello und manchmal Keyboard oder Trompete. Der Vibe war da.

Aber wir waren zu sicher, dass alles klappt. Leons Gitarrensender und Empfänger haben unbemerkt die Verbindung verweigert und sein Solo im ersten Song ging leider nicht raus an die Crowd. Die hat aber trotzdem mega mitgemacht, nicht nur beim ersten Song, sondern auch bis zum Schluss.

Nach jedem Song wirft Sebastian einen kurzen Blick zu Leon. Der sieht bereit aus. Sebastian startet den nächsten Song. Als er aufblickt greift Leon gerade zur Trinkflasche und hält inne, als der Song startet. Das hat sich bis zum Ende des Auftritts fortgesetzt, so dass Leon völlig dehydriert von der Bühne geht.

Wir sind im musikalischen Wettbewerb leider nicht weiter gekommen, aber mit vielen neuen Bands in den Playlists und netten Bekanntschaften.

12.01.2025 RPZ (Bonn)

12.01.2025 RPZ (Bonn)

Das RPZ, unsere Location heute, ist von Köln aus prima mit dem ÖPNV erreichbar. Die Leute sind super nett, als wir ankommen. Jannis, der den Abend organisiert gibt uns noch was zum ausfüllen und dann bereiten wir alles auf der und für die Bühne vor. Unser Ziel ist es, die Tournee, der abgebrochenen ersten Lieder, zu beenden und dieses Jahr, eine Tournee der fetzigen ersten Lieder zu starten. Deshalb checken wir das Setup doppelt und sind uns ganz sicher, dass alles richtig verkabelt ist.

Die Reihenfolge wird gelost und wir sind die vierte und letzte Band. (ACHTUNG, foreshadowing) Dann erklärt Jannis uns, dass die Bands jeweils den nächsten Act ankündigen und wir als letzter Act dürfen den ersten Act auf der Bühne begrüßen. Das macht Sebastian und kündigt Senior Scum als die beste Metal Band NRWs an. Zurecht, wie sich herausstellt. Die Jungs reißen mega ab und sind unser Highlight des Abends. Sie sind nicht zu verwechseln mit Teenage Scam, was fälschlicherweise auf einen der Stimmzettel geschrieben wurde. Auch die anderen beiden Bands, One Day Left und The Creaking Door, sorgen für gute Stimmung und so ist der Abend musikalisch rund.

Unser Linecheck läuft gut, wir sind so schnell bereit, wie noch nie und es scheint alles zu passen.

Wir starten in unseren ersten Song und alles was auf dem Monitoring zu hören ist, ist viel zu laute und übersteuerte Gitarre. Der Rest ist irgendwie auch zu hören, aber nur ganz dezent. So dezent, dass Leon Sebastian mit einem Blick anschaut, der sagt: „Oh nein, wir müssen wieder abbrechen“, aber das Ziel war nicht abzubrechen und deshalb geht es mit Karacho weiter und das ist gut so.

Noch im ersten Song gibt es eine Möglichkeit für Sebastian, am Mixer die Pegel zu ändern. Es wird dadurch nicht perfekt, aber erträglicher. Auch Sebastian, der 1A Tonmann, der diesen Abend gemischt hat, kommt vom Pult zur Bühne und versucht mit Zeichen herauszufinden, was falsch ist. Mega aufmerksam und auch hilfreich. Danach geht es steil bergauf. Die Leute singen mit, obwohl sie die Songs und damit auch die Texte nicht kennen. Der Vibe ist da. Vor der Bühne wird wild und ausgelassen getanzt. Auch unsere Freunde von Senior Scum sind ganz vorne dabei und heizen die Stimmung mit an.

Trotzdem sind wir bei der Publikumswertung auf dem vierten Platz. Um eine Stimme, wie Jannis verkündet. Letzte zu werden hatten wir nicht erwartet, aber wir haben auch die wenigsten Tickets verkauft, es war also naheliegend. Zum Glück für uns gibt es noch einen zweiten Auftritt, bei dem wir nochmal Punkte sammeln können.

Und vor allem: Wir haben noch mal einen Auftritt. Und das ist das Wichtigste. Wir sehen uns 2025 noch ein paar Mal live 😉

21.11.2024 Blue Shell (Köln)

21.11.2024 Blue Shell (Köln)

Da wir weniger Gigs an Land ziehen konnten, als wir uns wünschten, haben wir irgendwann versucht über Bandcontests auf Bühnen zu kommen. Das hat auch geklappt, wir wurden bei allen drei angenommen. Bei einem haben wir deshalb erstmal wieder zurückgerudert.

Im Blue Shell war die Köln Vorrunde und wir hatten beide etwas Sorge, das aufgrund des Wettbewerbs vielleicht jemand Konkurrenzstimmung macht. Aber die Sorge war unbegründet. alle Acts waren nice, die Running Order war stimmig, die Musiker*innen waren alle sehr sympathisch. Alle haben mitgeholfen beim Auf-, Um-, und Abbau. Es war ein runder Abend. Im Anschluss haben wir das Feedback von unseren Fans bekommen, dass der Sound mega war. Das hat uns gefreut zu hören, bei uns auf dem In Ear Monitoring war er nämlich nicht so dolle. Irgendwas hat da nicht gestimmt und wir sind ziemlich geschwommen manchmal.

Ganz am Anfang beim Line Check, war der Klick zu leise. Nach einem Adapter Tausch war er noch schlechter zu hören. Also haben wir wieder zurück getauscht und dann ohne nochmal zu testen losgelegt. Dumme Idee, nach dem Intro hat sich nämlich herausgestellt, dass der Klick ganz gefehlt hat. Nach etwa zwei drittel des Songs mussten wir abbrechen. Der Fehler war schnell behoben, ein Stecker war falsch gesteckt. Mit diesem Dämpfer sind wir dann zügig zum nächsten Song übergegangen und haben uns durch das Set gemüht. Erst die letzten drei Songs, haben wir uns dann wohler gefühlt. Aber die Crowd war am Start. Wir hatten auch am Ende, mit Abstand, die beste Publikumswertung. Bei der Jury wären wir auf dem vorletzten Platz ausgeschieden. Nur die Crowd hat uns in die nächste Runde gebracht. Danke dafür 🙂

Irgendwann nach dem Auftritt ist uns dann noch aufgefallen, das es ziemlich genau unser einjähriges Bühnenjubiläum war.

23.10.2024 Stereo Wonderland (Köln)

23.10.2024 Stereo Wonderland (Köln)

So viele erste Male in diesem Jahr. Im Stereo Wonderland spielten wir das erste Mal öffentlich in Köln. Wir waren Vorband von „TYLEE AND THE GANG“, die den Auftritt selbst organisierten. Die Atmosphäre war schön, es hat sich richtig familiär angefühlt, mit den beiden Fangroups.

Sound technisch wäre es beinahe in die Hose gegangen. Zum Glück hatten wir Chris dabei, der beim Soundcheck aufgepasst hat, sonst wäre unser Klick an dem Abend im Publikum zu hören gewesen. Das ist dem Tonmann irgendwie entgangen. Bemerkenswert war auch die Licht „Gestaltung“. Der Abend war sehr Rot. Eigentlich nur Rot.

Auch für diesen Auftritt hielt die Unterbrechung in unserer Tournee, der abgebrochenen ersten Lieder an. Dafür gingen andere Sachen schief:

Die Bühne war winzig. Die Drums waren so in die Ecke geschoben, dass Sebastian seinen Bewegungsdrang nicht ausleben konnte. Es war sogar so wenig Platz, dass er nicht singen konnte. Das Mikro war unerreichbar. Bei jedem Versuch sich dem Mikrofon zuzuwenden, rammte die Schulter in die Wand, was fürs Schlagzeugspiel suboptimal ist.

Leons Gitarren-Solo bei Wasteland, war leider ohne Gitarre. Er hat beimGitarrenwechsel vergessen, den Sender von der anderen Gitarre umzustecken. Aber seine Performance war mega: Die Leute haben ihn trotzdem, für seinen Einsatz gefeiert, oder es einfach nicht gemerkt.

Auch ins Stereo Wonderland kommen wir gerne mal wieder.

02.03.2024 Contrast (Konstanz)

02.03.2024 Contrast (Konstanz)

In Konstanz hatten wir den ersten Gig, bei dem wir nicht nur als Support/Vorband dabei waren. Der JDAV hat eine Landesjugendversammlung abgehalten und wir durften den Feierabend auf der Bühne einläuten, nach uns haben noch DJs für einen schönen Ausklang gesorgt.

Die Anreise von Köln nach Konstanz dauert sehr lannge, aber mit Cabo verging die Zeit im Zug, wie im Flug. Da Sebastian in Konstanz aufgewachsen ist, war für Unterkunft gesorgt und wir konnten vor dem Gig noch eine schöne Jam-Session im Wohnzimmer, mit Klavier und Gitarre veranstalten.

Die Location war mega und wir hatten richtig viel Zeit zwischen Soundcheck und Show. Wir haben die Zeit genutzt um uns ewig lange warm zu singen, zu dehnen und was uns noch so alles eingefallen ist. Hier hatten wir auch eine Ausnahme von unserer Tournee, der abgebrochenen ersten Lieder.

Als es los ging, wurden wir so richtig zugenebelt und als das Intro losgedonnerte, haben wir in ein farbiges Nichts gespielt. Ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, ob überhaupt jemand in Richtung Bühne gekommen ist. Als wir schon im Refrain angekommen waren, hat sich der Nebel etwas gelichtet und wir konnten erste Gliedmaßen erkennen. Die Leute waren direkt am Start und hatten richtig Bock.

Die Stimmung war mega und da wir mit einem längeren Set als bisher auch so richtig warm werden konnten, hatten wir unseren besten Auftritt bisher. Technisch war alles super, vom Feeling her war alles super und nach dem Gig gab es noch eine ordentliche mega Portion Nudeln à la Sebastian. Der Abend war durchweg lecker.

JDAV, wir kommen gerne wieder.

20.01.2024 Spitalkeller (Offenburg)

20.01.2024 Spitalkeller (Offenburg)

Unser erster öffentlicher Support Gig. Über einen Kontakt aus der Offenburg Zeit, durften wir uns sogar mehr oder weniger aussuchen, bei welcher Band wir als Vorband spielen wollten. „FRANKS WHITE CANVAS“ war einer der zwei Acts, den wir sehr passend fanden. Die beiden Frauen kommen aus Chile und leben in Deutschland, um hier Musik zu machen. Die Band hat das gleiche Setup wie wir, Gitarre & Vocals, Drums und Playback.

Wir waren schon früh an der Location und konnten entspannt aufbauen und Soundchecken. Da die Gitarre von Franks White Canvas im Air BnB eingeschlossen und unerreichbar war, hat Leon seine geteilt. Vor dem Auftritt konnten sie die Gitarre aber doch noch holen. Nach dem Soundcheck konnten wir ein veganes Catering genießen. Der Hinweiß, dass eine Sauce Kuh-Jogurt enthält, kam leider nicht vor dem essen, sondern erst später, ganz nebenbei im Gespräch, als eine nicht Vegan lebende Person erklärt hat, dass es den Veganern eigentlich egal ist, wenn mal Jogurt im Essen ist. Alle gleich diese Veganer*innen und wer Jogurt nicht verträgt hat halt Pech gehabt.

In der Location war es ziemlich kalt und wir haben die ganze Zeit versucht, irgendwie warm zu bleiben. Auch sonst waren die Grundvoraussetzungen nicht so optimal, obwohl das Team vom Spitalkeller alles versucht hat, um uns eine tolle Experience zu schaffen. Leon ging es schon vorher nicht so gut, Sebastian wurde beim Soundcheck gesagt, er müsse viel leiser spielen und war verunsichert. Wir sind also schon etwas lädiert und nicht mit dem richtigen Vibe ins Set gestartet. Wir hatten dann auch fast unseren zweiten Stop in der Tournee der abgebrochenen ersten Lieder. Leons Gitarre war nicht zu hören, aber wir haben einfach weiter gespielt. Augen zu und durch.

Im Publikum waren viele Freund*innen von uns. Darauf hatten wir uns auch schon gefreut. Trotzdem sind wir einfach nicht in den richtigen Modus gekommen. Dadurch war der Auftritt eher anstrengend und zäh für uns und wir konnten ihn beide nicht richtig genießen.

Dafür war Franks White Canvas mega. Die beiden haben eine richtig guteAusstrahlung und coole Songs. Unser Freundeskreis hat sie auch gefeiert, was in dem Moment, nach unserer halblebigen Performance allerdings erstmal ein bisschen weh getan hat. Aber was solls, den Auftritt der beiden, konnten wir dann trotzdem mehr genießen als unseren und haben eine neue nice Band entdeckt.

Offenburg, wir kommen gerne nochmal und steigern die Experience.